RESIST TO EXIST! Wir wollen jetzt legal draußen feiern – Demo Rave – 22 August 2015

RESIST TO EXIST! Wir wollen jetzt legal draußen feiern – Demo Rave – 22 August 2015

bassmaster 19.08.2015

Bild via Traumfänger Kollektiv

 

Am Samstag ist in Bremen eine Demo vom Traumfänger Kollektiv um für Free Open Airs und Outdoors auf die Straße zu gehen

https://www.facebook.com/events/1670922896462369/

 

Text von der Veranstaltungsseite kopiert.

 

“Es ist soweit. Wir sind wütend! Unsere Geduld und unser Verständnis sind aufgebraucht! Wir demonstrieren gegen die Kriminalisierung und das grundlose Auflösen von friedlichen Free Open Airs!

Kurze Zusammenfassung der aktuellen Geschehnisse:
Vergangenes Wochenende haben sich die Ereignisse überschlagen.
Unsere Outdoor auf einer Grünfläche in Woltmershausen wurde gegen 23 Uhr aufgelöst, wie zahlreiche andere Open Airs von uns und anderen Kollektiven dieses Jahr.
Die eintreffenden Ordnungshüter waren zu keinerlei Dialog bereit, auf die Nachfrage ob es Anwohnerbeschwerden gäbe, verneinten sie dies und reagierten abwimmelnd mit dem Hinweis, dass das Ganze nicht erlaubt und genehmigungspflichtig sei. Wir bauten innerhalb kürzester Zeit ab, zogen aber an einen anderen Ort weiter. Die Polizei verfolgte uns buchstäblich: so war sie bereits an der zunächst an die Gäste kommunizierten Location, noch bevor wir eintrafen. Wir bauten woanders auf, und nach ca. 30 Minuten war die Polizei auch hier erneut eingetroffen.
Für die Idee seitens des Zuckerwerks einer Spontan Kundgebung vor Ort hielt sie uns mindestens weitere 30 Minuten hin, und verhinderte auch dies.
All dies führte dazu, dass wir uns massiv in unseren Rechten eingeschränkt fühlten.

Die Problematik mit dem Auflösen von Free Open Airs gibt es bereits seit Jahren, neu ist allerdings das Verhalten der Polizei in letzter Zeit: so werden Open Airs offensichtlich ohne Nennung konkreter Gründe beendet, an einer Diskussion sind die Ordnungshüter wenig bis gar nicht interessiert; auffallend ist zudem die Willkür die an den Tag gelegt wird sowie die schlicht und ergreifende Unwissenheit der Beamten. So wird auf einzuholende Genehmigungen verwiesen, für die die von der Polizei kommunizierten Behörden überhaupt nicht zuständig sind, man also von Behörde zu Behörde weiter verwiesen wird. Kurzum: niemand fühlt sich verantwortlich!

Wir wissen mittlerweile, dass einige da Draußen unsere Techno- und Open Air Kultur nicht verstehen oder verstehen wollen.
Wir leben auf unseren Partys Freiheit, einen Ausbruch aus dem grauen Alltag.

Ihr versteht einfach nicht, wie Partys unter freiem Himmel mit mehreren hundert Menschen völlig ohne Security und Absperrungen, auf unkommerzieller Basis ohne Eintritt überaus friedlich, ohne Gewalt und Diskriminierungsformen wie Rassismus, Homophobie oder Sexismus auskommen, was einem auf der Diskomeile sonst auf jedem Meter begegnet. Bei uns sind alle Altersgruppen vertreten, seien es Schüler, Studenten, die Mutter mit ihrem Kind an einem sonnigen Nachmittag oder junggebliebene Rentner. Bei uns wird Vielfalt gelebt!
Dazu kriegen wir es dann auch noch hin, die Natur völlig sauber, oder gar sauberer als vorher zu verlassen, und legen Wert darauf, dass keine Anwohner gestört werden, weil wir ebenso ungestört feiern wollen.
So ein Mist aber auch, dass Eure Vorurteile über chaotische, störende Techno-Partys nicht stimmen!

Die Frage, die uns auf den Nägeln brennt, ist: wo ist die verdammte Verhältnismäßigkeit, mit etlichen Mannschaftswagen und Schlagstöcken eine friedliche Party zu sprengen, wo ist die Verhältnismäßigkeit, junge, ambitionierte Menschen mit Anzeigen und Bußgeldern zu überziehen, dafür sämtliche Ressourcen aufzubrauchen, und an anderen und wichtigeren Ecken fehlt es an Personal! Wo bleiben die Polizeiberichte zu etlichen aufgelösten Open Airs der letzen Wochen, wo bleiben die Versprechungen der Politik?

Wir werden hingehalten und verdrängt. Wir brauchen Freiraum!

Unsere konkrete Forderung an die Politik und der Stadt Bremen lautet:
Wir wollen feiern! Spontan! Draußen! Legal! Ungestört!
Wir wollen kein kompliziertes Genehmigungsverfahren!
Wir wollen nicht auf irgendwelchen wenigen ausgewiesenen, tristen Industriebrachen feiern!
Wir fordern legales Feiern auf öffentlichen Flächen! Undzwar sofort!

Es ist Schluss mit unserer Nachgiebigkeit, wir werden unbequem, Ihr wollt es nicht anders!

—— Demoprogramm folgt!——“

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